31.01.2011 Wissenschaftsrat: Empfehlungen zu Informationsinfrastrukturen

„Wissenschaftlichen Sammlungen, Bibliotheken, Archiven und Datensammlungen, die unter dem Begriff Informationsinfrastrukturen zusammengefasst werden, kommt nach Auffassung des Wissenschaftsrates eine grundlegende Bedeutung für Forschung, Lehre und Nachwuchsförderung in allen wissenschaftlichen Fächern zu.“ (Pressemitteilung des idw)

Besonders interessant ist der folgende Absatz:

V.2 Qualifizierung der Nutzerinnen und Nutzer
Die Entwicklung notwendiger Kompetenzen und Kenntnisse für einen sachgerechten Umgang mit Informationsinfrastrukturen, die im Rahmen des Fachstudiums erfolgen müsste, findet vielfach nicht die erforderliche Aufmerksamkeit. Lehrveranstaltungen, die Studierende im Rahmen einer fachwissenschaftlichen
Fragestellung mit der Konzeption unterschiedlicher Infrastrukturen und ihrem jeweils sachgerechten Einsatz vertraut machen, werden nicht in hinreichendem Umfang angeboten. Infolge dessen fehlt es vielen Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern an einem Überblick über den Aufbau, die Funktionsweise und das Leistungsspektrum disziplinär relevanter Informationsinfrastrukturen und teilweise auch an den erforderlichen fachspezifischen Kompetenzen insbesondere im Methodenbereich, die für eine sachgerechte Nutzung erforderlich sind.
Auch im Bereich der Schulung von Nutzerinnen und Nutzern durch die Informationsinfrastruktureinrichtungen
selbst besteht teilweise Verbesserungsbedarf. Einzelne Einrichtungen, insbesondere zahlreiche Bibliotheken sowie die in jüngerer Zeit gegründeten Forschungsdatenzentren leisten in diesem Bereich bereits vorbildliche Arbeit und bieten umfangreiche Workshops an, in denen sie über das Angebotsspektrum und die Leistungen der Forschungsdatenzentren informieren sowie zentrale Nutzungskompetenzen vermitteln. Vielen kleineren
Infrastruktureinrichtungen mangelt es demgegenüber häufig an Personal, um Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Studierende für eine sachgerechte Nutzung zu qualifizieren und sie ausreichend zu betreuen. […]
Empfehlungen
Die teilweise beträchtlichen Kosten, die mit der Errichtung und dem Erhalt von Informationsinfrastrukturen verbunden sind, lassen sich nur durch eine intensive und sachgerechte wissenschaftliche Nutzung legitimieren. Diese setzt allerdings eine entsprechende Qualifikation der Nutzerinnen und Nutzer voraus.“

Der Wissenschaftsrat denkt hier zuerst an „Lehrende, die in ihrer Forschung selbst intensiv mit Informationsinfrastrukturen arbeiten, sowie wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Infrastruktureinrichtungen, die Lehraufträge wahrnehmen“. Die Informationsinfrastruktureinrichtungen selbst werden im letzten Absatz erwähnt:

Unabhängig davon empfiehlt der Wissenschaftsrat den Informationsinfrastruktureinrichtungen, angemessene Schulungs- und Betreuungsangebote für Nutzerinnen und Nutzer bereit zu stellen. Die damit verbundenen Kosten sollten grundsätzlich bei der Festlegung der institutionellen Zuwendungen berücksichtigt werden […]

Weitere Informationen: Informationsdienst Wissenschaft,
Übergreifende Empfehlungen zu Informationsinfrastrukturen (WR, pdf)

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